Der Brexit und die Arbeitnehmer - Fachkräftemangel in Großbritannien?

Sicher erscheint bislang lediglich, dass die Arbeitnehmerfreizügigkeit von EU Bürgern und Briten nach einem Austritt Großbritanniens aus der EU Gegenstand von Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU sein wird. Zu welchem Ergebnis die Verhandlungen letztlich kommen werden, ist kaum vorhersagbar. Betroffen sind in gleicher Weise EU Bürger, die in Großbritannien arbeiten, wie auch britische Arbeitnehmer mit Wohnsitz in den EU Mitgliedstaaten. Für solche bereits vollzogenen Wohnsitzwechsel ist die Vereinbarung von Sonderregelungen in höchstem Maße wahrscheinlich.

Die Ergebnisse von Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU betreffend die Arbeitnehmerfreizügigkeit mit Wirkung für die Zukunft sind dagegen noch völlig offen. Unterstellt Großbritannien erhielte künftig den Status eines Drittstaates ohne besondere Privilegien, so wären wechselseitig Visumpflichten oder die Notwendigkeit der Beantragung einer Arbeitserlaubnis denkbar. In jeden Fall ist ein Mehr an Bürokratie zu erwarten, ein Hindernis gerade für britische Firmen bei der Suche nach Arbeitskräften im eigenen Land - bei Fachkräften ebenso wie ganz grundsätzlich in bestimmten Wirtschaftsbereichen und Branchen. Fraglich ist zudem die künftige Regelung betreffend Renten und anderen versicherungsrechtlichen Ansprüchen, die bislang von einem EU-Land in ein anderes mitgenommen werden können.

Zugleich ist eine Änderung der nationalen Regelungen in Großbritannien betreffend die Einbürgerung aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Anwaltliche Beratung zum Thema Immigration nach Großbritannien bieten ausgewählte Kanzleien – sprechen Sie uns an.

Betroffene Arbeitgeber, so beispielsweise Arbeitgeber in Großbritannien mit einer Vielzahl von Arbeitnehmern aus EU Mitgliedstaaten, ist zu raten, in engem Kontakt mit den jeweiligen Rechtsberatern ihres Vertrauens zu stehen, um die aktuellen Entwicklungen zu verfolgen und gegebenenfalls frühzeitig reagieren zu können.

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